Anerkennung eines ausländischen Scheidungsurteils

Eine Entscheidung, durch die die Ehe eines Deutschen im Ausland geschieden, aufgehoben oder für nichtig erklärt worden ist, ist in der Bundesrepublik Deutschland nur dann anerkannt, wenn die zuständige Landesjustizverwaltung festgestellt hat, dass die Voraussetzungen für die Anerkennung vorliegen. Ohne Anerkennung der ausländischen Entscheidung ist sowohl bei der Wiederaufnahme des Geburtsnamens als auch bei der Wiederheirat in Deutschland mit Schwierigkeiten zu rechnen. Eine neue Ehe würde für den deutschen Rechtsbereich zunächst als Doppelehe gelten (Bigamie). Es ist daher ratsam, möglichst bald nach Abschluss des ausländischen Scheidungsverfahrens eine Anerkennung in Deutschland zu beantragen.

Ein entsprechender Antrag ist bei der Justizverwaltung des deutschen Bundeslandes zu stellen, in dem einer der früheren Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ausnahmen: In Hessen liegt hierfür die Zuständigkeit beim Präsidenten des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main, in Nordrhein-Westfalen beim Präsidenten des Oberlandesgerichts Düsseldorf.
Hat keiner der früheren Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland, so ist der Antrag bei der

Senatsverwaltung für Justiz in Berlin
- Abteilung III -
Salzburger Straße 21 – 25
10825 Berlin

zu stellen.

Für die Anerkennung Ihrer Scheidung durch die zuständige deutsche Landesjustizverwaltung ist mit einer Bearbeitungsdauer von ca. 3-4 Monaten sowie einer einkommensabhängigen Gebühr in Höhe von mindestens 15,- Euro bis maximal 310,- Euro zu rechnen. Auf beides hat die Auslandsvertretung keinen Einfluss. Die übliche Gebühr liegt bei ca. 160,- Euro.

Auf der Webseite der Senatsverwaltung für Justiz des Landes Berlin finden Sie weitere hilfreiche Informationen zum Verfahren:

Hinweise der Berliner Senatsverwaltung für Justiz zur Anerkennung einer ausländischen Ehescheidung

Hier finden Sie das vorzulegende Antragsformular auf Anerkennung einer ausländischen Entscheidung in Ehesachen [pdf, 436.41k]

Wichtig! Das Antragsformular ist lesbar, detailliert und vollständig, mit Angaben zu beiden (ehemaligen) Ehegatten auszufüllen. Sollten Ihnen bestimmte Daten zu Ihrem ehemaligen Ehegatten nicht bekannt sein, können Sie dies entsprechend angeben (“unbekannt” / “keine weiteren Angaben vorhanden”, usw.).

Folgende Unterlagen sind zusätzlich zu dem ausgefüllten und unterschriebenen Antrag zwingend im Original und mit je 2 Fotokopien vorzulegen:

. Heiratsurkunde der aufgelösten Ehe
· ersatzweise Geburtsurkunden beider Ehegatten
· ggfs. Heiratsurkunde der neuen Ehe
· vollständige Ausfertigung der ausländischen Entscheidung mit Tatbestand
· Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk (Divorce Decree Absolute)
· (deutscher) Reisepass des/der Antragstellers/in
· Einkommensnachweis über monatliches Netto-Einkommen zur Berechnung der Gebühren durch das deutsche Gericht

Bei Einreichung des Antrags über die Deutsche Botschaft wird eine Gebühr für die Unterschriftsbeglaubigung fällig. Die Gebühren belaufen sich auf 20 €. Der Betrag wird zum aktuellen Tageskurs der Botschaft in MYR umgerechnet. Die Zahlung kann in bar oder mit einer Kreditkarte erfolgen.

In Einzelfällen kann es sein, dass die zuständige deutsche Landesjustizverwaltung weitere Unterlagen oder Übersetzungen fremdsprachlicher Dokumente fordert.

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Anerkennung eines ausländischen Scheidungsurteils

Scheidung

Elektronisches Terminvergabesystem!

Die Botschaft Kuala Lumpur hat zum 15. Juni 2015 ein elektronisches Terminvergabesystem eingeführt. Seitdem können Sie in der Botschaft zu dem an Sie vergebenen Termin vorsprechen und Ihre Anträge ohne lange Wartezeit einreichen.
Für Visaanträge, Passanträge, Standesamtsangelegenheiten wie Geburtsanzeigen, Namenserklärungen und Eheregistrierungen sowie Unterschriftsbeglaubigungen (mit Ausnahme der Sperrkontoeröffnung für Studenten) können Termine nur noch elektronisch vereinbart werden. Klicken Sie hierzu bitte auf unten stehenden Link.
In anderen Konsularangelegenheiten können Sie weiterhin ohne Termin vorsprechen, für Beurkundungen wie eidesstattliche Versicherungen, Erbscheinsanträge o.ä. schicken Sie uns bitte wie bisher eine E-Mail über das Kontaktformular.
In Notfällen (z.B. bei Passverlust) können Sie wie bisher ohne Terminvereinbarung bei uns während der Öffnungszeiten vorsprechen.